Stimmbildung
Neue Töne bei Cantastrophe
Da kommt eine ungeheuer charmante junge Dame daher, die in ihrer sympathischen, aber auch beharrlichen Art jedem von uns ein lautes und bestimmendes FRANZ entlockt, das wir unserem Gegenüber mit einer exakten Armbewegung geradezu entgegen schleudern müssen, indem wir (gleich einer italienischen Primadonna, die gerade einen unfähigen Regieassistenten abkanzelt) den Kopf leicht nach hinten werfen und mit dem Fuß aufstampfen.
Ebenso befassen wir uns unter ihrer Anleitung mit zwar etwas befremdlich aussehenden, aber offenbar sehr effektiven und unheimlich viel Spaß (und Muskelkater) bereitenden Zungenübungen, werfen uns gegenseitig ein hochnäsiges "ffft" an den Kopf, miauen wie zickige Katzen und lernen dabei, dass unsere Stimme auf vielerlei Weise benutzt werden kann.
Wir erfahren, dass Singen nicht nur mit der Stimme zu tun hat, sondern den ganzen Körper fordert. So klopfen wir zu Beginn nach einigen Hüpfübungen unseren ganzen Körper ab und kreisen später - mit je einem gedachten Champagner-, Whisky- oder Ouzoglas auf den Schultern, ganz nach persönlichem Gusto - mehr oder weniger hingebungsvoll mit den Hüften. Launige Bemerkungen bleiben bei solch ungewöhnlichen Aktivitäten nicht aus.
Sie mögen zwar die eine oder andere Unsicherheit überspielen, erhöhen aber auch den Spaß an der Sache.
Und damit passt diese Art der ganzheitlichen Stimmbildung perfekt zu CantaStrophe:
Sie verbindet unseren Wunsch und Willen, ernsthaft an der Verbesserung unserer stimmlichen Qualitäten zu arbeiten mit der Freude daran. Unterbrochen wird unsere "Arbeit an der Stimme" stellenweise von ausgelassenem Gelächter, das uns allen immer wieder zeigt, dass wir uns letzten Endes nicht so ernst nehmen.
Text Moni